«The magic happens
outside of your comfort zone» Barbara Jäggi

Den Körper bewohnen

Februar 12th, 2026

Wenn ich in mir wohne – meinen Körper bewohne und darin in Kontakt bin mit meinen Bedürfnissen – brauche ich keine grossen Ersatzbefriedigungen mehr. Nicht weil ich sie mir verbiete, sondern weil sie ihren Sinn verlieren. In der Nähe zu mir selbst entsteht eine intensive Lebendigkeit – vielleicht zuerst ungewohnt sie zu tolerieren, doch sie ist echt, unmittelbar und tragend.

Wenn die Beziehung zu mir selbst tragender wird, verschiebt sich auch die Qualität von Beziehungen im Aussen — weg von Bedürftigkeit hin zu echter Begegnung.

Indem ich meine kindlichen Bedürfnisse wahrnehme und in einen erwachsenen, mitfühlenden Raum integriere, werde ich mir selbst mehr und mehr zum Freund.

Hier leistet die Neuroregulation wertvolle Arbeit. Sie unterstützt dich, diese kindlichen Bedürfnisse, die einst einmal unterdrückt werden mussten, freizulegen und den damit verbundenen verzerrten Selbstbildern in ein Nährendes zu wandeln.

Aus dieser inneren Freundschaft, die dann entstehen kann, lösen sich alte Beziehungsmuster manchmal fast von allein heraus — wie Hüllen, die nicht mehr passen. Manche verabschieden sich leise, andere bewusst und aktiv. Andere neue dürfen entstehen. Was bleibt, sind Verbindungen, die nicht mehr aus Mangel entstehen, sondern aus Präsenz.

Und auf gleicher Augenhöhe.

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Würde

Januar 8th, 2026

Würde ist kein Zustand, den man sich durch Disziplin aneignen oder willentlich herstellen kann. Sie ist ein innerer Zustand, der sich einstellt, wenn wir innerlich aufgerichtet sind.

Wenn wir eins sind mit unseren Gefühlen, unseren Werten und unseren Bedürfnissen – wenn alles kongruent ist, ohne viele Worte.

Würde ist nicht laut. Sie hat etwas Stilles und zugleich etwas Klares. Sie führt uns dahin, die Dinge in unser Leben zu lassen, die wir brauchen, um mit uns in Kontakt zu sein und das was in uns ist, in die Welt zu bringen.

Es ist verkörpert gelebte Wahrheit.

Sie sucht nicht nach Anerkennung von aussen, sondern es ist das Anerkennen, was innen ist.

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Wintersonnenwende

Dezember 21st, 2025

Carlo Zumstein, für mich war er der Pionier im „modernen“ Schamanismus, der die alten mythischen Riten emporhob oder transformierte zu einem neuen energetischen transformativen Wirken im Sein (TAOB).

Ihm war damals klar, dass wir nicht einfach tolle Rituale kreieren können und die alten Fesseln in der Tiefe zu lösen. Es gibt da zwar schon einige die Tiefgang haben:-)

Ihm war bewusst, wie stark der Sog ist, in den alten bekannten Fesseln zu bleiben. Er war für mich der Erste, der uns in dieses Hinauswachsen aus dem alten Bewusstseinsmustern einlud; die Reise in die Dunkelheit zum Beispiel. Sie war schön. Doch da fehlte immer etwas zum Shift ins „echte“ Leben.

Er pflegte immer wieder uns mit kleinen Metafern zu berühren.

Etwa wie diese: Da sind 4 Menschen, die in der Wüste sind. Sie sind eingesperrt in einen Käfig. Vielleicht der eine oder andere sogar goldig.

Der Eine war gefesselt an den Füssen, der andere an den Händen. Wieder einer am Kopf und einer um den Bauch. Da kommt einer daher, öffnet den Käfig und löst die Fesseln. Sie können hinaus gehen aus ihrer Gefangenschaft. Sie gehen auch tatsächlich hinaus in die Wüste, in die Freiheit, in die Weite, in die Leichtigkeit.

Und sie gehen alle wieder zurück in ihren Käfig.

Es war damals so frustrierend dieser Ausgang der Geschichte. Carlo wusste um die Schwierigkeit, sich wirklich befreien zu wollen aus den alten Konditionierungen und Identifikationen.

Und dann erkannte auch ich, dass ich in einem Käfig war, der mir den Atem nahm.

Erst jetzt war ich bereit, mich diesen alten Fesseln zu stellen.

Ich lernte sie Stück für Stück zu befreien.

Und ich lernte Stück für Stück das Freie und das Leichte auch zu tolerieren.

Das ist der wirkliche Shift.

Über 30 Jahre bereiste ich unglaubliche Welten mit meiner Trommel. Sie waren so befreiend und erhellend. Für viele Jahre das Nährende für mich. Sie waren ja auch schön, diese Geschichten des Wandels.

Doch immer wieder riss „es“ mich hinunter in Tiefen, in Schwäche, in Krankheit…

Und ich schaffte es nicht, dies zu übersteigen.

Erst die Neuroregulation verhalf mir, mich in all den alten Prägungen zu erkennen. Und ebenso zu erkennen, dass alles eben auch in meinem Körper abgespeichert ist – diese toten Hunde.

Das was damals noch nicht bereit war, ist heute möglich.

Es gibt ein Leben, das wahrahft leichter, ehrlicher, entspannter, freier ist.

Und dafür bedanke ich mich hier am 21. Dezember zur Wintersonnenwende.

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Die Winterfrau

Dezember 20th, 2025

Scherenschnitt: Annikki Tiirikkala, Dänemark

„Wenn der Winter in die Seele einer Frau kommt, zieht sie sich in ihr Inneres zurück, in ihre tiefsten Räume. Sie lehnt jede Verbindung nach aussen ab, widerlegt alle Argumente, dass sie sich in der Welt engagieren sollte.

Sie mag sagen, sie ruht sich aus, aber sie tut weit mehr als das: Sie schafft ein neues Universum in sich, untersucht und durchbricht alte Muster, zerstört, was nicht wiederbelebt werden sollte, ernährt heimlich, was gedeihen muss.

Winterfrauen sind diejenigen, die in den nächsten Zyklus bringen, was gerettet werden soll. Sie sind die Hüterinnen und Bewahrerinnen von lebensförderlichem Wissen und Macht. Nicht umsonst haben die Menschen in früheren Zeiten die Großmutter geehrt. In ihrer ruhigen Überlegung überwintert sie lebendige Wahrheit, und sie friert Hartherzigkeit und Unechtes aus.

Schau in die Augen der Winterfrau. In ihrer grauen Weite kann man die Zukunft sehen. Schau aus deinen eigenen Winteraugen. Auch du kannst die Zukunft sehen. „
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Patricia Monaghan, 1946 – 2012, Schriftstellerin und spirituelle Lehrerin

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Raus aus der Emotionalität

Echte Gefühle wie Freude, Wut oder Trauer müssen nicht ausagiert werden.

Wir müssen dabei nicht laut euphorisch sein – wenn da eigentlich Freude ist

Wir müssen nicht laut schreiend durch die Gassen ziehen – wenn da eigentlich Wut ist

Wir müssen nicht jammern, klagen, wimmern – wenn da eigentlich Trauer ist.

Es genügt, sie zu fühlen.

Und daraus können wichtige und wesentliche Prozesse in Bewegung gebracht werden.

Das Emotionale ist das Laute. Sie ist gefärbt und druchdrungen vom Mangel, vom Opfer, das sich klein macht… die endlosen Gedankenschlaufen, die argumentieren. Sie sind es, die unseren Körper immer wieder in helle Erregung oder in Erstarrung lenken.

Dies Zustände dürfen wir aufgeben, denn sie sind aus dem Strickmuster des Kindlichen und einst Verletzten.

Wenn wir in Kontakt kommen mit unseren echten Gefühlen, entsteht neue verkörperte Lebenskraft und Aufrichtung. Und aus dieser inneren Grösse entsteigt eine Power und Präsenz, ein klarer Geist, die dich in neue Dimensionen bringen können.

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Lilith Energie

Dezember 11th, 2025

Screenshot

Lilith erscheint im kollektiven Feld. Sie bringt die alten Schatten aus dem Dunkeln ans Licht.

Sie wollen gesehen und gefühlt werden.

Meine Mutter sagte immer: “ Man soll tote Hunde nicht ausgraben.“ Das ist eine alte Strategie, die alten Wunden von einst nicht fühlen zu müssen. Doch sie wirken in unserem Untergrund weiter.

Die Befreiung unserer alten Konditionierungen ist das Nadelöhr zu unserem wahren Wesen. Der Schmerz will gefühlt werden.

Dies kann in einem sicheren Raum, in einem sicheren Kontakt geschehen, in welchem die alten einst gemachten Erfarhungen nicht anwesend sind: Abwertung, Ignorieren, Verhöhnen, Auslachen, Kontaktabbruch (einst bewährte alte Erziehungsmassnahmen).

Wir dürfen neue Erfahrungen machen, wir dürfen dabei „Fehler“ machen, wir dürfen uns neu erforschen.

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Die Freiheit zu wählen

Dezember 10th, 2025

Was denkst du, denkt ein Kind über sich selber und über Beziehungen, das in einer unruhigen Umgebung aufwächst?

Das kindliche Gehirn ist vollständig abhängig von seinen Bindungspersonen.

Deshalb interpretiert es all seine Erfahrungen nach einem Schema: Was muss ich tun, um Nähe, Sicherheit und Kontakt zu bekommen? Darf ich meine elementaren Bedürfnisse anmelden?

Fehlt dieser Kontakt oder ist die Atmosphäre von Spannung, Gewalt, Abwesenheit, Abwertung geprägt, muss es zur Einsicht kommen, dass etwas mit ihm nicht richtig ist. Sehr wahrscheinlich entwickelt es Scham oder Schuldgefühle. Und denkt es muss sich seiner Umgebung anpassen. Es macht sich klein.

Es wird später einmal das suchen, was es kennt, und nicht das was ihm gut tut. Aber es ist vertraut, selbst wenn es nicht bejahend für das Kind ist.

Solche Beziehungsmuster kränken im wahrsten Sinne.

Bis es erkannt werden kann.

Wir dürfen diese feindseligen Beziehungsmuster entkoppeln und in einem sicheren Kontakt neue Erfahrungen machen, die unser gesamtes System neu durchfluten mit lebensbejahender Kraft (Mind – Feel – Body)

Dann ist eine bewusste Wahl möglich, mit welchen Menschen wir uns umgeben wollen.

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Bedingungslos

Dezember 5th, 2025

Von unserer Natur her sind wir darauf ausgelegt, uns frei zu entwickeln: auszuprobieren und uns zu erforschen, wer wir sind, Neues zu erschaffen und mit Vertrauen zu wachsen. Eigentlich dürfen wir bedingungslos so sein, wie wir sind. Viele von uns haben diese Erfahrung in der Kindheit jedoch nicht gemacht.

Durch Neuroregulation können wir wieder zu diesem ursprünglichen Vertrauen in uns selbst zurückfinden. Das geschieht, indem wir in echten Kontakt mit uns und anderen kommen. Für kleine Kinder ist es lebenswichtig, gesehen, gehört und angenommen zu werden – bedingungslos. So dass sich in uns dieses Gefühl breit macht, dass wir so wie wir sind, willkommen sind.

So ist unser Nervensystem gebaut: Wir sind vollständig auf Kontakt, Zuwendung und Resonanz angewiesen, um uns gesund zu entwickeln.

Neuroregulation hilft uns, diese grundlegende Erfahrung von Verbindung und Sicherheit wiederzuentdecken und daraus zu wachsen.

In so anspruchsvollen Zeiten wie diesen, ist es ein Geschenk, wenn wir wieder ganz zu uns und unserer wahren Grösse finden.

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Eine neue Ordnung finden

November 9th, 2025

Oft hört man den Rat, man müsse sich mit der Angst verbünden. Das ist an sich richtig – doch es greift zu kurz, wenn wir bedenken, wie tief manche Ängste in uns verwurzelt sind.

Tief sitzende, unbewusste Ängste zeigen sich nicht als klar erkennbare Gedanken, sondern als Zustände in unserem Körper. Sie werden ausgelöst, wenn wir an etwas erinnert oder innerlich „getriggert“ werden. In solchen Momenten erleben wir, dass wir die Reaktion nicht einfach kontrollieren können. Wir können uns der Angst nur annähern – sie spüren, ihr Raum geben, sie nicht wegdrücken wollen.

Doch wenn wir als Kind mit unseren Ängsten allein waren – Angst vor dem Dunkeln, Angst zu verhungern, wenn niemand kam, um uns zu nähren oder zu trösten –, dann hat sich in uns etwas Grundlegendes eingeprägt: Die Welt scheint nicht sicher. Wir fühlen uns in uns selbst nicht sicher. Und aus diesem Gefühl heraus beginnen die Ängste, uns zu dominieren.

Darum ist es so schwer, solche Ängste allein zu transformieren. Unser Nervensystem hat damals gelernt, dass es auf sich gestellt ist. Es braucht heute eine neue Erfahrung, um etwas anderes zu lernen.

Heilsam ist es, wenn wir in unserer Angst einem Menschen begegnen, der wirklich da bleibt – mit ungeteilter Aufmerksamkeit, ohne uns verändern oder beruhigen zu wollen. Eine Person, die in Kontakt bleibt, die nicht weggeht. In solchen Momenten entsteht eine tiefe, körperlich spürbare Erfahrung von Sicherheit.

Dann kann sich im ganzen System, besonders im autonomen Nervensystem, etwas nachhaltig verändern. Diese Momente echter Präsenz und Verbundenheit ermöglichen, dass sich alte Muster von Angst und Isolation in Richtung Regulation, Vertrauen und innere Sicherheit wandeln.

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Anerkennung

Oktober 26th, 2025

Kennst du das?

Du strampelst dich ab nach Anerkennung und unternimmst sehr viel, um Anerkennung zu erhalten. Bei Menschen, in Gemeinschaften, in deinem Beruf mit Diplomen etc.

Du suchst deinen Wert im Außen, und du hoffst gesehen zu werden.

Und dabei kommst du in Spannung, in Anstrengung – weil tief in dir eine alte Botschaft wirkt:

„Ich muss mich anstrengen, damit ich gesehen oder gehört werde.“

Diese Prägung stammt oft aus frühen Momenten, in denen deine Bedürfnisse nicht beantwortet wurden.

Damals hast du gelernt, Sicherheit nur durch Leistung oder Anpassung zu finden. Das war sicherlich einmal genau das Richtige.

Und heute darfst du das neu erfahren – im Kontakt mit jemandem, der dich wirklich sieht, hört und nicht abwertet.

Dieses Gesehen-Werden reguliert dein Nervensystem. Niemand wertet dich ab, niemand bricht den Kontakt ab.

Und so kannst du dich selbst in einen inneren Shift bringen – der dich aufrichtet, weitet und zufrieden sein lässt. Und tief in dir kannst du spüren, dass du die einzige bist, die dir wahre Anerkennung gibt. Und du musst sie dir nicht mal geben; sie ist einfach da.

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