«The magic happens
outside of your comfort zone»
Morgenhimmel
November 7th, 2011
Stell dir vor, du schaust voller Entzückung in den Morgenhimmel; helles wunderbares, ja fast göttliches Licht bricht durch die Wolken. Und im nächsten Moment trittst du mit deinem Schuh in Hundescheisse.
Da zeigt sich doch wieder, wie Heiliges und Profanes doch so nah sich sind – und eigentlich in Einem.
Allerseelen
November 1st, 2011
Mach mit der WC-Bürste neue Geschichten aus den Alten. Schrubbe nicht länger deine innerlichen Seelenräume wund.
Lass dich neu inspirieren und folge deiner WC-Bürste, als sei sie dein Zauberstab!
Pegasos
Oktober 14th, 2011

aus der Trümmern der Akropolis ruft mir hilfeschreiend Pegasos zu, ihn doch zu erretten. Wo kommt denn die Welt hin, ohne ihre schöpferische kreative Kraft!
Pegasos, der Geflügelte, der weit ins Universum fliegen, aber ebenso tief in den Brunnen steigen kann und allen Dichtern ein wahrer Quell der Inspiration ist.
Wie schaffen wir es angesichts der Unsicherheit, gelassen zu bleiben? Steig hinab in den Brunnen, dann erfährst du es.
I am complete
Oktober 13th, 2011

Wasser und Erde sind zwei faszinerende Kräfte, die immer und immer wieder miteinander wirken, ebenso in mir und unglaublich schöne Neuschöpfungen hervorbringen.
Eintauchen in diese kühle Wasserkraft, gleichzeitig in den Schoss der Erde. Hier verbunden mit den Kräften der Natur finde ich immer und immer wieder zu meinen Ressourcen – und letztlich zu mir.
„I am the singer in this song,
my body is carried by my feet,
I am the breath between the earth and sky,
where I walk there is no need,
I’m tenderly in love, I am complete.“
Elke Voltz
der Sprung in den Brunnen
September 24th, 2011
…“Aber wo gibt es den Brunnen, wo ich hinabsteigen könnte?“
„Weitab und doch nahe…Je weiter du in die Welt ausschweifst, umso entfernter bist du ihm. Bist du bei dir, schaust du über den Rand.“
„Dann ist der Brunnen in mir?“
„Deine eigene Tiefe!“
„Aber warum dann Angst haben? Was in mir ist, muss ich doch nicht fürchten?“
„Nichts ist dem Menschen unbekannter und erschreckender als seine eigene Seele. Die meisten Menschen haben Todesängste, in das Brunnenloch zu steigen und den Abstieg in den unbekannten Seelengrund zu wagen. Sie leben nur aussen, von allem gefesselt, was zur Schau gestellt wird, aber sie werden schon verwirrt, wenn sie nur einen Blick über den Brunnenrand werfen sollen. Ihre Sicherheit liegt im Geläufigen der äusseren Welt; vor der Tiefe in sich selbst sind sie voll hilfloser Not. Aber der Brunnen ist noch nicht verschüttet. Wer ehrlich ist, kann ihn finden und das Wagnis beginnen.“…
Auszug aus:“ Der Sprung in den Brunnen“ von Huberuts Halbfas
Der Sprung in den Brunnen bedeutet, der Angst zu begegnen und dennoch weiter nach unten zu dringen. Denn im tiefsten Grund öffnet sich der Brunnen zu einem weiten Nachthimmel, wo du nach den Sternen greifen kannst.
guten Morgen Marrakesch
September 23rd, 2011
guten Morgen Hamdouchia.
Eine Kostprobe der beseelten Musik der Gnawas erhältst du, wenn du „Gnawa“ anklickst.
der Sprung in den Spalt
September 18th, 2011
Ich fühlt‘ den Spalt in meinem Geist,
als wäre mein Hirn zerteilt;
Zusammennähen wollt‘ ich es,
doch es blieb ungeheilt.
Emily Dickinson

Wenn du es wagst, nicht nur das Hirn zu untersuchen, sondern auch deinen Geist,
dann wage den Sprung in den Spalt,
der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eint.
Denn dort kann Heilung entstehen.
Elementares
September 11th, 2011
«Die Rückkehr und Integration des Schamanismus in eine rational-analytische Welt ist, richtig behandelt, keine Regression, kein Zurückfallen in vor-rational-analytische Zeiten und Zustände, sondern der wichtige Schritt nach vorne, hin zur Ganzheit, zur Vernetzung und Integration. Es ist der Schritt vom prärationalen zum postrationalen Bewusstsein.»
von Martin Schmid in Schamanismus und Märchen, param-Verlag 2003
Elemente
September 7th, 2011
Die Arbeit mit den elementaren Kräften geht weit zurück in die Anfänge menschlicher Geschichte. Die Elemente wirken auf eine tiefgreifende Seinsebene. Sie wirken elementar auf unser Dasein, wenn wir sie einbeziehen. Es stellen sich Fragen wie: In welchem Element ist dein Problem festgefahren? Wo steckst du fest? Mit welcher elementaren Kraft zeigt sich dein Thema? Das kann sein, dass du in deiner Höhle festsitzt, oder dass dir alles davon fliesst. Vielleicht bekommst du Vögel vor lauter Denken oder du fühlst dich ausgebrannt. In deiner Sprache zeigen sich die Elemente ebenso. Welche Elementarkraft kann dir dabei hilfreich sein? ein frischer Wind bringt Bewegung in deine dunkle Höhle, oder du stellst dich unter einen Wasserfall und dein Denken beginnt sanfter zu fliessen.

Freiheit
August 12th, 2011
Der Hammadi tanzt für die Gnawas den Fesseltanz. Mit diesem Fesseltanz bezieht sich der Gnawa-Stamm auf seine Versklavungsgeschichte, die etwa 400 Jahre zurück geht. Die Musik begleitet ihn dabei. Die Gnawas inszenieren ihre Fesselung, die Fesselung auf allen Ebenen, nicht nur ihre historische und äussere. Auch die seelische Fesselung, die wir alle kennen.
Die Absicht ist nicht, die Fesseln im Tanz zu lösen. Sondern Absicht ist die völlige Hingabe an diese Fesselung, die den inneren Wandel vollzieht.
Der Hammadi tanzt in die Höhe, er kann keine Schritte vorwärts machen, nur in die Vertikale. Und das ist die Verbindung zum Universum.
Nach einem langen intensiven Tanz in den Fesseln fällt er schliesslich erschöpft um. Er tanzt diesen Tanz nicht aus persönlichen Beweggründen, vielleicht auch. Aber er tanzt den Fesseltanz für alle, für die gesamte Gemeinschaft, die gegenwärtig ist an dieser rituellen Feier. Und es hat eine tiefe Wirkung auf alle, die daran teilhaben.
Es geht mit den Fesseln, die wir uns oft selber auferlegen, nicht immer darum, uns der Fesseln zu entledigen, vielmehr ist es die Hingabe an das, worin wir uns binden. Und wenn wir uns ganz bewusst werden, wo unsere Fesseln sind, und wie und wo wir uns binden, erst dann haben wir wirklich eine Wahlmöglichkeit. Dann sind wir frei.
