«The magic happens
outside of your comfort zone» Barbara Jäggi

Quelle und das TAO

März 22nd, 2015

Zur Quelle

Zum Frühlingsbeginn wollte ich zum Weiher gehen. Dort wollte ich meditieren und die Kraft des Frühlingsbeginns
erkunden, was er mir zu verkünden hat. Es war sehr kalt und windig.
Am Weiher setzte ich mich eine Weile hin und schaute auf die Oberfläche. Ein Entenpaar schwamm friedlich darauf.
Ich wollte Fotos machen, doch der Akku war wegen der Kälte sogleich auf Null und der Apparat stellte ab.
Gut. Das war meine Alltagswelt, mit dem Fotografieren wollte ich sogleich alles festhalten. Und es hält mich fern,
vom wahren Eintauchen in die andere Wirklichkeit, in die Kraft der Natur und was sie mit mir kommunizieren möchte.
Die Oberfläche ist das Spiegelbild meiner Welt. Die Welt spiegelt sich auch in mir selber. Alles, was ich sehe, ist auch in mir
drin.
Der Wind war stürmisch; doch hier am Weiher war es ruhig. Im Auge des Orkans ist es still schrieb Ken Wilber. So ist es.
Ich wanderte weiter dem Bachbett hinauf gegen die Flussrichtung. Der Bach murmelte munter, ein paar Vögel zwitscherten.
Ich lief, bis ich zu den zwei Tannen kam. Dort zu ihren Füssen entspringt die Quelle aus dem Erdinnern.
Es faszinierte mich, dieses Auftauchen des Wassers aus dem Nichts.
Ich begann sanft und leise zu trommeln. Etwas in mir öffnete sich, wollte auch zur Quelle werden. Ich spürte Tiefe in mir
und die Kraft der Quelle, die aus dem Unsichtbaren entspringt.
Das berührte mich, diese Gewissheit, dass auch meine tiefste innere Quelle aus dem Unsichtbaren kommt.
Wenn ich es zulassen kann, wenn ich mich dem Nichtwissen hingeben kann, dann steigt Kraft aus mir empor – Schöpferkraft.

Es ist das TAO.

Wenn ich das zulasse, kann ich wahrhaft über mich hinaus wachsen,
kann ich meine Begrenzungen überwinden, dann kann ich mehr werden, als das, was ich meine zu sein.

 

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