«The magic happens
outside of your comfort zone»
erinnere dich
Juni 13th, 2011

la notte
Juni 6th, 2011
nella notte le grandi campagne si fondono in un’ombra,
che sprofonda i filari e le piante:
soltanto le mani conoscono i frutti
nella notte la terra non ha piu padrone
Cesare Pavese
(zu lesen auf dem Tischset im Grotto ai Monti Motti)
der Tanz des Sidi Hamun
Mai 25th, 2011

Augen die mich geschaut,
die ich dankbar in mich aufgenommen habe,
wuchsen zu einem Tanz des Dankes
an dieses Gesehenwerden,
das mich heil machte.
an die Musik,
die mich durchdrang
und mich in eine tiefe Bewegung brachte,
in einen ekstatischen Tanz hineiführte.
Mit dem Dank an diese Menschen,
die das Feld der Heilung ermöglichten,
und letztlich auch an Allah,
an Gott,
oder wie man diese allumfassende Kraft nennen kann.
diese unbenennbare Kraft.
ich starb als Stein
Mai 9th, 2011
Ich starb als Stein und entstandt als Pflanze
Ich starb als Pflanze und entstand als Tier
Ich starb als Tier und ward geboren als Mensch
Weshalb sollte ich mich fürchten?
Was habe ich durch den Tod verloren?
Dschela ed-Din Rumi
Marokko und die Lila
Mai 6th, 2011
hier in Marokko war ich dem Himmel so nah. Den Himmel vor meinen eigenen Füssen.

Und was dazwischen geschehen ist, ist schwer in Worte zu fassen. Ich habe eine Lila miterlebt mit den Gnawa Musikern und dem Maalem Bakbou, der die Menschen auf seiner Gembri begleitet hat und sie hat Heilung über die Schwingung der Gembri erfahren lassen; über den Tanz, den ekstatischen Tanz. Achmed, unser Ritualleiter, der uns mit viel Herz und Seele begleitet hat in die Welt der Geister der Gnawas. Die Lila ist eines der höchsten Rituale in der Gnawa Kultur, wo Transformation im höchsten wie tiefsten Sinne erlebt werden kann. Es ist die Nachtfahrt, die den Tod und das Wiedergeborenwerden feiert. Das Sterben im innerseelischen Sinn als totale Hingabe an das Leben und ans Sterben gleichzeitig. Angerufen werden die Ahnen der Gnawas, die vor einigen hundert Jahren versklavt worden waren und nun in der Anrufung ihrer Ahnen und ihrer Geschichte und durch die Hilfe der Ahnen Heilung erfahren und hiermit die Welt neu schöpfen. Diese Kräfte zeigen sich im Tanz, erfassen dein Herz, deine Seele, deinen Körper und lassen dich tanzen, den Kopf verlieren um wieder ganz zu werden mit dir und der Welt.

Die Offenherzigkeit der Menschen dort haben mein bisheriges Bild von der islamischen Welt tiefgreifend verändert.
Und nun verstehe ich erst das Kinderlied in seinem Sinn:“ist die schwarze Köchin da? Nein, nein, nein! Dreimal musst du rummarschieren, 40 mal den Kopf verlieren, 50 mal musst sagen: du bist schön und du bist schön und du die allerschönste.“ Ein tranformatorischer Prozess, die wahre Alchemie. Die Alchemie des Herzens.
Jetzt
April 9th, 2011
die Umkehrtarnkappe ist fertig gehäkelt.
Der Traum ist Wirklichkeit geworden, just mit dem Abschneiden des letzten Fadens. Alles hat sich gezeigt.
Jetzt schwindet alles Vergangene dahin – und was bleibt ist Jetzt.
Meine Hände fliessen wieder. Fliessen in neue Bilder hinein. Die mythische Welt verbinden sich mit der Wirklichkeit im Jetzt.

zwischen den Worten
April 7th, 2011


Heute war ich in Stans im Winkelried-Museum und habe Cècile Stadelmanns Krypta besucht.
Ich bin hinunter gestiegen in den leichten Urgrund allen Seins, abgestiegen in einen mystischen Raum, der gelichzeitig auch meiner war.
Hier tauchte ich unter zur mystischen Taufe.
der Tanz des Lebens
April 5th, 2011
Tanze, wie wenn dich niemand sieht
Liebe, wie wenn du nie zuvor verletzt
Singe, wie wenn dich niemand hört
Arbeite, wie wenn du das Geld nicht brauchst
Lebe, wie wenn der Himmel auf Erden ist
Küss deinen eigenen Mund
Flüstre dir Lebensgeheimnisse ins Ohr
Singe dein eigenes Liebeslied
Schau an, wie schön du bist
(Jalal al Din Rumi 1207 – 1273)

Nacht
April 1st, 2011
aus Goethes Faust
…Drum hab ich mich der Magie ergeben
Ob mir durch Geistes Krafft und Mund
Nicht manch Geheimnis werde kund.
Dass ich nicht mehr mit saurem Schweiss
Rede von dem was ich nicht weiss.
Dass ich erkenne was die Welt
im Innersten zusammenhält.
Schau alle Würkungskrafft und Saamen
Und thu nicht mehr in Worten kramen.
die Holla am Urdbrunnen
März 18th, 2011
Die Holla am Urdbrunnen lächelt mir zu und lädt mich ein, in ihr Reich zu kommen. Sie ist auch die schwarze Köchin.
Wenn du da hinein gehst, dann weisst du, alles Unnötige fällt von dir ab. Und am Ende stehst du am Tor. Wenn du deine Arbeit gut gemacht hast, belohnt sie dich mit feinstem Goldstaub. Aber es ist kein materielles Gold, sondern feinste Energie, die dich umhüllt.

