«The magic happens
outside of your comfort zone» Barbara Jäggi

Rosenlaui

August 6th, 2011

Es ist faszinierend, wenn sichtbar, greifbar wird, wie das weiche fliessende bewegliche Wasser den harten, dichten Stein formen kann.

Wesentlich ist dabei die Zeit.

Auf eine Metaebene übersetzt heisst das, um stark Verdichtetes in meinem Seelenleben neu zu formen oder von seiner zu starren Dichte zu erlösen, rufe ich die fliessende Kraft des Wassers. Sie macht meine Seele wieder weich,weit und beweglicher. Das Wasser umspült das allzu Harte, kühlt den erhitzten Stein.

Die Arbeit mit den elementaren Kräften ist mir zum elementaren Werkzeug geworden.

Wenn ich zu sehr in der Dichte der Materie verharre, werde ich starr. Auch mein Geist wird starr. Wenn ich andere Kräfte – wie Wasser oder Luft – mit einbeziehe, dann wandelt sich selbst die Erde.

Und vielleicht gibt das Feuer dann die notwendige Schubkraft zur endgültigen Veränderung.

Und hier noch auf der Seelenebene verkürzt sich der Zeitfaktor. Gewandelte Seelenkräfte zeigen sich schneller in der Wirklichkeit.

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mit dem Herzen sehen

Juli 7th, 2011

„Hier mein Geheimnis,“ sagt der Fuchs. „Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

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Natur

Juli 6th, 2011

die Natur ist unsere beste – und einzige – Ressource

und nicht zuletzt eine wesentliche Brücke zu unserer eigenen Natur

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Sommerpause

Juli 3rd, 2011

eintauchen ins kühle Nass des Sommers. Wie Wasser fliessen und weise wie die Steine werden.

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am Hollafeuer 22. Juni

Juni 28th, 2011

Fünf Frauen suchen sich einen Weg durchs Tor der Holla, um still im Dunkel des Wäldchens ihre Mitte zu finden. Ein Hi-Hi lässt sie aufhorchen.

Was war das? sie lauschen in den Abend und in die Natur hinein; da erkennen sie die Ahnen und Ahninnen. Sie entdecken stellare Kräfte inmitten unter ihnen, ebenso Tiere von unter der Erde, auf der Erde, über der Erde. Die Pflanzengeister sind anwesend, ebenso wie die elementaren Wesen des Feuers, des Windes, der Erde und des Wassers. Alle bilden sie einen Kreis. Einen Kreis der Geborgenheit und der Kraft.

Die Frauen entfachen ein Feuer in der Mitte und träumen ihre Sorgen, Schmerzen und Ängste ins Feuer hinein. Die Geister tanzen und tanzen, während dem die Frauen träumen. Funken stieben hinauf zum Himmel, ganz sanft und erreichen das Himmeltor. Ihre Herzen werden weit, es ist die Medizin.

Und wie die Frauen erwachen, verschwinden allmählich die Geister wieder an ihre Orte. Die fünf Frauen steigen wieder durch das Hollator hinaus in die andere Welt. Das Tor der Holla, das goldene Funken regnen lässt.

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erinnere dich

Juni 13th, 2011

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la notte

Juni 6th, 2011

nella notte le grandi campagne si fondono in un’ombra,

che sprofonda i filari e le piante:

soltanto le mani conoscono i frutti

nella notte la terra non ha piu padrone

Cesare Pavese

(zu lesen auf dem Tischset im Grotto ai Monti Motti)

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der Tanz des Sidi Hamun

Mai 25th, 2011

Augen die mich geschaut,

die ich dankbar in mich aufgenommen habe,

wuchsen zu einem Tanz des Dankes

an dieses Gesehenwerden,

das mich heil machte.

an die Musik,

die mich durchdrang

und mich in eine tiefe Bewegung brachte,

in einen ekstatischen Tanz hineiführte.

Mit dem Dank an diese Menschen,

die das Feld der Heilung ermöglichten,

und letztlich auch an Allah,

an Gott,

oder wie man diese allumfassende Kraft nennen kann.

diese unbenennbare Kraft.

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ich starb als Stein

Mai 9th, 2011

Ich starb als Stein und entstandt als Pflanze
Ich starb als Pflanze und entstand als Tier
Ich starb als Tier und ward geboren als Mensch
Weshalb sollte ich mich fürchten?
Was habe ich durch den Tod verloren?

Dschela ed-Din Rumi

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Marokko und die Lila

Mai 6th, 2011

hier in Marokko war ich dem Himmel so nah. Den Himmel vor meinen eigenen Füssen.

Und was dazwischen geschehen ist, ist schwer in Worte zu fassen. Ich habe eine Lila miterlebt mit den Gnawa Musikern und dem Maalem Bakbou, der die Menschen auf seiner Gembri begleitet hat und sie hat Heilung über die Schwingung der Gembri  erfahren lassen; über den Tanz, den ekstatischen Tanz. Achmed, unser Ritualleiter, der uns mit viel Herz und Seele begleitet hat in die Welt der Geister der Gnawas. Die Lila ist eines der höchsten Rituale in der Gnawa Kultur, wo Transformation im höchsten wie tiefsten Sinne erlebt werden kann. Es ist die Nachtfahrt, die den Tod und das Wiedergeborenwerden feiert. Das Sterben im innerseelischen Sinn als totale Hingabe an das Leben und ans Sterben gleichzeitig. Angerufen werden die Ahnen der Gnawas, die vor einigen hundert Jahren versklavt worden waren und nun in der Anrufung ihrer Ahnen und ihrer Geschichte und durch die Hilfe der Ahnen Heilung erfahren und hiermit die Welt neu schöpfen. Diese Kräfte zeigen sich im Tanz, erfassen dein Herz, deine Seele, deinen Körper und lassen dich tanzen, den Kopf verlieren um wieder ganz zu werden mit dir und der Welt.

Die Offenherzigkeit der Menschen dort haben mein bisheriges Bild von der islamischen Welt tiefgreifend verändert.

Und nun verstehe ich erst das Kinderlied in seinem Sinn:“ist die schwarze Köchin da? Nein, nein, nein! Dreimal musst du rummarschieren, 40 mal den Kopf verlieren, 50 mal musst sagen: du bist schön und du bist schön und du die allerschönste.“ Ein tranformatorischer Prozess, die wahre Alchemie. Die Alchemie des Herzens.

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