«The magic happens
outside of your comfort zone» Barbara Jäggi

Orte des Übergangs

Juli 30th, 2012

Drei Wochen lang habe ich in den Bergen verbracht, bin über Pässe vom Wallis nach Italien und  ins Tessin gewandert. Und dann ins Puschlav, auch dort überwältigt von der Kraft der Berwelt. Murmelnden und gurgelnden Bächen entlang gewandert, mich jedesmal gewundert, wie sich bei jedem Schritt die Welt verändert, dass nichts mehr so erscheint, wie sie grad zuvor noch war. Es ist dann als sprechen die Berge zu mir:“ siehst du, auch wir können uns verändern, auch wenn wir immer am sleben Ort sind.“
Beim Gesumse der Fliegen, beim Zirpen der Grillen, beim Summen der Bienen durch die träge Mittagssonne gerate ich jedesmal in eine andere Welt, als sprächen die Blumen zu mir, und versetzten mich mit ihrer Kraft in eine andere Schwingung.

Ich liebe diese Übergangszeit über alles. Die Zeit steht still, Welten tun sich auf, die zuvor zugedeckt sind vom Geschwirre des Alltags. Ich gelange  tief nach unten, ganz zu meinem Seinsgrund, als sei ich durch den Brunnen der Frau Holla gesprungen, und komme dort an, wo ich schon immer war. Gleichzeitig öffnen sich mir die Welten den oberen Welt. Die Holla ist ja auch dort oben zu Hause. Das ist Immanenz und Transzendenz.

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das Tor

Juni 17th, 2012

das ist mein Tor von dem ich mich von den Träumen in den Tag hinein träume. An dieser Schwelle sind Trauminhalte noch wach. Danach verlieren sie sich und verflüchtigen sie sich wieder. Oder tauchen irgendwann am Tag mitten im Alltagsgeschehen wieder auf, um sich bemerkbar zu machen. Je mehr ich mich an dieser Schwelle bewusst aufhalte, umso besser wird mir meine Traumwelt zugänglich – als Quelle meiner Selbst.

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hast du schon einmal versucht, mit der Hand zu malen, die du sonst nicht gebrauchst? Bei mir ist es die Rechte. Ich habe mich angepirscht an meine rechte Hand. Die zeichnet sonst nie. Sie schneidet und sägt und hämmert zwar, aber den malerischen Akt hat immer die Linke übernommen. Sie hat die Intuition für sich gepachtet. Ich merke, ich habe viele Konzepte in meinem Kopf, vor allem was meine rechte Seite betrifft. Und viel Schulstress kommt mir hier zum Vorschein. Warum nur? Dieses Genügen müssen, in dem was verlangt wird. Ich beginne auf einem kleinen Papier. Aber schon bald sprengt meine rechte Hand diesen Rahmen und drängt ganz forsch über diese gegebene Grenze hinaus. Und dann übernimmt sie ganz und gar die Führung! Sie kritzelt und kribbelt, lässt voll und ganz los von der Vorstellung, wie etwas sein soll. Wie das Produkt aussehen soll. Ich verfolge mit grossem Staunen das Gekritzel meiner rechten Hand. Ich fühle mich wie ein dreijähriges Kind, das soeben das Malen entdeckt. Ganz aus dem Bauch heraus.

Es hat mich unwahrscheinlich befreit! Aber meine Reise zur rechten Hand hat soeben erst begonnen. Sie ist also unmittelbarer, etwas roher als die zarte linke Seite. Aber sie hat eine erstaunliche Kraft, die ich bisher noch nicht erkannt hatte an ihr.

herzlich willkommen rechte Seite! Meine kreative Pause ist zu Ende.

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die kreative Pause

Mai 25th, 2012

L‘ oeuvre d’art n’a pas d’idee…elle est idée

ich befinde mich gerade in einer kreativen Pause und geniesse es, nicht kreativ sein zu müssen. Da wo’s still wird, da sind tiefe Kräfte im Verborgenen am Wirken…

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der Traum vom weissen Kleid

April 6th, 2012

Mir träumte von einem neuen weissen Kleid. Ich trug es voller Stolz und Freude. Da ich kochen musste, zog ich das weisse Kleid aus und begann, – nun nackt – mich hinter die Töpfe zu machen. Ich rührte und rührte, und die Spaghettis wollten und wollten nicht gar werden. Irgendwann kostete ich die Spaghetti und merkte, dass diese  Spaghettis sogar meterlang waren.

Ich befand, es sei nun Zeit und dass die Spaghettis lind seien. Also zog ich mein neues weisses Kleid wieder an und begann mich hinter die Spaghettis zu machen. Und da sie so lange waren, schlürfte ich sie und zog sie mit dem Mund in mich hinein, genüsslich wie ein Kind! Da geschah es: es gab einen Spritzer auf mein neues weisses Kleid!

und seither erfasst mich eine hemmungslose Heiterkeit!

Bewusstheit passiert auch, indem man ohne zu grübeln bildnerisch gestaltet und geschehen lässt, was passieren will. Du kannst nun auch einen hellen gelben Schimmer um meinen Kopf entdecken – wie ein kleiner Heiligenschein. Heilig kommt von heil. Ich wurde selber überrascht von diesem neuen Element während dem Gestalten. Und das ist das Schöne am Gestalten: die Überraschung!

Was geschieht nun mit dieser Heiterkeit? Sie wandelt sich im Weitergestalten zur blinden Seherin. Auch sie gestaltet blind, ohne zu wissen, wie das Resultat sein wird. Sie gestaltet die Welt neu. Sie erfindet sich immer wieder neu.

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Individuation

März 26th, 2012

…“Einmal, ich war im Canyon de Chelly in Arizona unterwegs, begegnete ich einer Navajo-Medizinfrau. Als ich sie nach ihrem Namen fragte, sagte sie:“ Die roten Felswände des Canyons bin ich, der Wüstenwind bin ich, das Kind das heute im Reservat nichts gegessen hat, bin ich.“
Laut C.G. Jung erreicht das Selbst auf dieser Stufe seine Individuation, einen Zustand der Ganzheit, in dem man sich nicht länger mit der Summe seiner Teile identifiziert oder definiert…“
Ausschnitt aus Alberto Villoldos Buch Heilung und Erleuchtung auf der schamanischen Reise

Mit anderen Worten: ich bin alles auch, was mich umgibt, ich bin auch ein Teil dessen, was mich umgibt. Dann brauche ich mich nicht mehr nur mit meinen persönlichen Problemen zu beschäftigen. Ich bin nicht nur mein Problem, ich bin auch die Lösung meines Problems, ich bin auch der Wald, in dem ich spazieren gehe…die Quantenphsyik hat erkannt, dass die kleinsten Teilchen der Materie – oder das was wir zumindest momentan meinen, es seien die kleinsten Teilchen –  verhalten sich so, wie wir sie betrachten. Das heisst, wenn wir sie als Wellen sehen, dann verhalten sie sich wie Wellen; und wenn wir sie als Punkte sehen, dann verhalten sie sich wie Punkte. Wenn wir diese Erkenntnis auf unsere seelischen Vorgänge überetzen, heisst das nichts anderes, als dass wir immer das sehen, was wir sehen wollen. Wenn ich mich also mit meinem Problem identifiziere, dann bin ich das Problem. Wenn ich die Lösung vor mir sehe als Vision, dann bin ich die Lösung. Die schmanische Reise ermöglicht uns diese hilfreiche Wendung. Sie kann die Probleme wandeln in Visionen, die tragfähig sind für unser Leben.


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was ist kunst?

März 14th, 2012

Heute zu lesen im Tages-Anzeiger im Interview mit Harry Belafonte:

„Ich halte Künstler nämlich für die wahrhaftigsten Hüter der Wahrheit. Wir verfügen nicht nur über ein bestimmtes Talent, sondern haben auch die Möglichkeit, dem nobelsten Zweck der Kunst zu dienen: zu lehren, zu beeinflussen, zu inspirieren. Diese Chance verspielen heute die meisten, weil sie mehr an schicken neuen Wagen, schicken neuen Anzügen, noch grösserem Erfolg interessiert sind. Ich will diesen Leuten sagen: Es lohnt sich, sich für eine Sache einzusetzen, die grösser ist als man selbst.“

Dann lasst uns wahrhaftige Kunst machen.

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Kunst im Zug

Februar 26th, 2012

Ich bin auch ein Kaugummi…

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Kristallklar

Februar 22nd, 2012

Heute morgen mit Kindern im Wald, im Schnee den Spuren von Tieren gefolgt, still nach deren Präsenz gelauscht, den Vögeln zugehört, wie sie erste Botschaften des Frühlings verkünden. Und dann diese zauberhaften Kristalle aus Eis!

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