«The magic happens
outside of your comfort zone» Barbara Jäggi

Mein zweites Buch ist nun da!

Das vorliegende Buch eröffnet eine Sicht, wie im Unsichtbaren Phänomene des Kollektivs wirken. Es ist ein Weckruf, aus den alten Mustern der Angst und Isolation herauszufinden, die sich subtil durch alle Ebenen der Gesellschaft ziehen. Dieser Wandel ist global und fordert uns heraus, Klarheit über sich zu gewinnen – eine Rückbesinnung auf unsere persönliche Natur.

Ihre Vision weist auf ein Neuland hin, das getragen ist von einem Vertrauen in sich selber und in die Essenz seiner Fähigkeiten. Die Einladung geht hin zur Leichtigkeit im Leben, mit Flügeln wie aus Sternenstaub in ein noch neues und unbekanntes Land zu gleiten.

Dies beflügelt ein neues Verständnis für ein würdevolles Miteinander.

Das Buch kann direkt bei mir bezogen werden oder über epubli.de mit der ISBN-Nummer: 9783754142134

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Der Seelengarten

Juli 1st, 2021

In meinem Seelengarten hat Vieles nebeneinander Platz. Es ist ein scheinbar ungeordnetes Durcheinander – sagen einige Gartenspezialisten.

Doch er ist genauso, wie ich ihn mir erträumt habe. Eine bunte Vielfalt nebeneinander, in welcher sich niemand bekämpft um den besseren Platz. Die einen Pflanzen kommen nicht dort, wo ich ihnen den Platz angewiesen habe. Sie wissen selber, wo es ihnen besser gefällt.
Einige Mächtige werden im Zaum gehalten – richtig so.

Ihr Anblick nährt mich und es scheint so, als ob auch meine Pflanzen durch meine Aufmerksamkeit genährt werden, als erblühe er auch ein wenig dank meiner Aufmerksamkeit. Die Liebe potenziert sich im Miteinander.

Er ist klein, aber fein. Immer mehr wird er zum Spiegel meines Kosmos. Einige Schnecken tun sich gut an Kohlblättern, aber nur an einem, so als würden sie es bewusst machen, um mir die anderen zu überlassen.

Immer mehr gelange ich mit meinem Gärtchen ins Sein.

Das ist ja einfacher gesagt, als getan. Denn wahres Sein bedingt, dass ich die anderen auch sein lasse. Es erfordert meine ganze Präsenz, denn manchmal muss ich schon klarstellen und Distanz nehmen. Es gibt sie halt dennoch, diese Herausforderungen. Allzugerne möchten diejenigen, die im Kampf sind, mich auch dort haben. Alleine kann man ja nicht gut kämpfen. Es braucht ein Gegenüber.

Da wird es wichtig, einen Schritt zurück zu tun. Manchmal nur einen Inneren.

Im Sein zu bleiben, heisst auch mit der Langeweile klar zu kommen. Es gibt dann da nichts mehr zu meckern. Nichts mehr besser zu wissen. Den Hut der Anerkennung abgelegt. Die Angst, nicht gesehen zu werden auch.

So ein bisschen nichts werden.

Doch eben genau hier, aus dieser Quelle der Stille und des Seins entspringen neue Ideen, neue Impulse. Hieraus begegne ich neuen Menschen, die mein Herz öffnen. Alles geschieht wie von selber.

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Vollmondimpression

Mai 28th, 2021

„Rose, oh reiner Widerspruch,
Lust, Niemandes Schlaf zu sein
Unter so viel Lidern“
Rilke

Wie inmitten der äusseren Unruhe die innige Ruhe finden?
Das Blütenmeer des Bärlauchs im Wald spricht zu mir und stimmt mich sanft. Mein Blick schweift über das sanfte wellende Gelände. Ein Hineinfallen in mich selber bis in die tiefe Dunkelheit meines Schosses.
Bis an den Rand….Hier halte ich inne und verweile. Dort verweile ich mit meinem Auge des Bewusstseins und schaue ins Dunkel. Bis ich erkenne, dass ich selbst ein kleines Atom von Bewusstsein bin inmitten des kosmischen Auges, das ins Licht des Nichts schaut. Ich tauche ein in dieses Licht, werde Licht, um hier eine duftende Damaszener-Rose zu empfangen. In mir erblüht sie. Mein Herz weitet sich und verströmt den Herzensduft.

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Transformation

Mai 5th, 2021

Tiefe Transformation

Aus den Träumen ist meine Materie.
Sie sind genauso real wie das Material.
Ich lasse sie aufsteigen und Raum einnehmen. So weben sie sich ins lebendige Geflecht meines Lebens hinein.

Wenn ich damit zu gestalten beginne, wird der Traum mehr und mehr lebendig. Gestaltend wird Transformation möglich.

Es ist mein Traum von der Verletzbarkeit. Das Rehkitz in meinen Armen, in meinem Schoss.
So werde ich mir meiner Verwundbarkeit bewusst. Denn auch sie gehört zu mir. Sie will ihren Platz einnehmen.

Die vorletzte Nacht fand ich einen erfüllten Sternenhimmel vor. Noch nie hatte ich den Himmel so wahrgenommen. Jede Leere zwischen den Sternen war dicht gefüllt aus kleinsten Sternen, weit entfernt aus anderen Galaxien.
Nicht einmal in der Wüste wurde mir eine solche Erfahrung zuteil.

Aus dem leeren Raum entsteht jeder neue Stern.

Und wie ich so in den Himmel glarte, fiel eine Sternschnuppe den Himmel hinauf. Ich kam nicht mehr dazu, mir einen Wunsch auszudenken, denn im nächsten Moment durchbrach ein lauter, dumpfer Knall  die Nachtstille.
Wie aus  den tiefen Schichten der Erde. Und so schienen in einem Moment Himmel und Erde zusammenfallen.

Als würde Lilith aus der Dunkelheit des Erdschosses emporsteigen. Auch sie fordert derzeit ihren Platz wieder einnehmen zu können.
Sie tut es grad mit Getöse in mir. Sie lässt mich die alten Kontrollorgane verlieren und greift tief hinunter in mein Becken. Eine Explosion auch in mir.

«Ja,» sagt sie, «genau hieraus entspringt meine Kraft! Aus dem Becken.» Es gibt kein Zurückhalten mehr. Immense Kraft wird in mir frei, die alle meine alten Gedankenkontrollmuster wegsprengt. Da ist nur noch der gegenwärtige Moment, aus dem alles entspringt – kein Davor und kein Danach.

Und so sind Verwundbarkeit und Lilithkraft gleichermassen in mir.

Denn ohne das Bewusstsein für die Verwundbarkeit kann ich meine Grenzen nicht wahrnehmen. Meine Verwundbarkeit zeigt mir, wo ich innehalten soll. Lilith kann gut damit leben. Denn sie weiss, wenn jemand diese Grenze zum subtilen, weichen und numinosen Raum nicht respektiert, knallt sie mit der Peitsche.

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Lilith

Mai 1st, 2021

«Mein wilder Geist ist meine tiefste Wahrheit, mein größter Ausdruck und meine höchste Liebe. Er lässt sich nicht eindämmen. Er widersetzt sich Regeln und Erklärungen und der Logik. Ich umarme meinen ungezähmten Geist und entfessle ihn in eine Welt, die dazu bestimmt ist, mit Freude und Liebe und Lachen erfüllt zu werden. Ich spüre den Wind in meinen Haaren, hebe meinen Blick zum Himmel, hebe meine Arme und lade den Donner ein. Ich erinnere mich daran, wie großartig es sich anfühlt, ausgesetzt und wild lebendig zu sein.»

  • Adrienne Enns übersetzt aus dem Englischen
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Verwundbarkeit

April 6th, 2021

Das schamanische Zerstückelungsritual ist aus dem tradierten Wissensstrang der Schamanen. Sie bilden einen wesentlichen Teil der schamanischen Ausbildung.Schamane oder Schamanin werden ist nicht eine Ausbildung, die nach 3 Jahren mit einem Diplom versehen wird. Es ist ein Lebens-Weg und es ist Berufung.In den frühen Jahren meines schamanischen Weges vor rund 25 Jahren habe ich einige Zerstückelungsrituale erfahren. Es waren die Spirits, die mich dahin geführt haben.Im Tiefsten geht es um das Ablegen der Angst – der Angst vor dem Tod. Diese Schwelle muss die Schamanin überschreiten, um Menschen zu helfen. Die Schamanin geht ohne Angst in das Feld der Verletzungen, der Abspaltungen der Seelenanteile. Sie begleitet selbst Menschen über die Schwelle in die andere Dimension.Sie weiss, sie hat es nicht in der Hand, einen Menschen zu retten vor dem Tod. Aber sie kann dem Menschen helfen, seiner Bestimmung zu folgen.

Darum ist es wesentlich und essenziell, dass eine Schamanin nicht aus egoistischen Bedürfnissen heraus andere Menschen begleitet. Sie weiss nie, worin die Lösung liegt.Sie übergibt die Energien an die kosmische Ordnung. Nach vielen Jahren habe ich mich noch einmal bewusst diesem Zerstückelungsprozess hingegeben. Wohin geht es? Wie geht es weiter? Was bindet mich noch an alte Muster der Verletzung oder Verstrickung? Was hindert mich als Frau daran, wirklich meiner Bestimmung zu folgen?

Wir sind zwei Frauen, die sich diesem Ritual hingeben mit unserer Frage nach unserer Essenz.Meine Gefährtin hat eine arabische Berbertrommel. Kaum, dass sie erklingt, macht meine Wahrnehmung einen Sprung in die Wüste. Ich kenne die Wüste seit vielen Jahren. Sie hat mich in die Einfachheit geführt. In dieser Szenerie sitzen wir in der Wüste um ein Feuer herum und wir sitzen im Dunkeln unter dem klaren Sternenhimmel.Dann setzen sich Wüstenfrauen um das Feuer und wir bilden gemeinsam einen Kreis der Frauen. Sie sind alle verhüllt, auch ihr Gesicht ist verhüllt. Doch das, was wahrzunehmen ist unter dieser Verschleierung ist eine geballte Ladung an Kraft. Ich kann erkennen, dass diese Frauen gelernt haben, aus dem Hintergrund heraus ihr wahres Licht zu verbergen. Doch ich spüre ihre geballte Faust darunter, die mir auch Angst macht.Die Trommeln schlagen immer intensiver. Die Frauen schreien ihren Frauenruf in die Nacht hinaus. Dieser hohe, frenetische Ruf.

In mir kommt etwas in Bewegung. Meine Haut ist mir zu eng geworden. Das alte Hautgewand will abgestreift werden. Die kosmische Schlange erwacht in mir und schlängelnd bringt sie meinen ganzen Körper in eine schlängelnde Bewegung. Ein sich hinauswinden aus dem alten Seelenkostüm. Ein Winden und Drehen, das immer intensiver wird. Die Frauen schreien abermals. Die Trommeln schlagen immer intensiver. Es gibt kein Zurück mehr.Dann plötzlich zerspringt die alte Haut. Alles zerberstet in kleinste Teile. Eine gewaltige Kraft wird frei in mir; Feuerfunken und Licht. Und dann erkenne ich mein Licht. Tränen strömen mir aus den Augen. So viel Licht und so viel Energie, und es ist MEINE!
Das ist meine Essenz. Ich erkenne, wie lange mein Weg bis dahin war, all die alten Verletzungen der Frauen abzustreifen, die in mir aus vielen Generationen noch wirkten.So viel Anpassungen und eben auch Verhüllungen, die mich krank gemacht haben. Mich immer wieder geschwächt hatten. Doch mein Körper hat mir gezeigt, dass er es nicht mehr vermag, die alten Anpassungen aufrecht zu erhalten; sei es für Beziehungen, sei es für eine Arbeit. Da ist kein «ich schaffe das schon noch» oder ein «ich halte durch» mehr über meine Grenzen hinaus.Nun spüre ich nur noch dieses Licht und diese Power in mir.

Ich schaue nun in die Runde zu den Frauen. Sie sind nun alle nackt vor dem Feuer.Erneut laufen mir die Tränen herunter, denn ich weiss, dass es die Verletzlichkeit der Frau ist, die keinen Platz hatte. Die Frau als das «schwache» Geschlecht. Es ist unsere Verwundbarkeit, die eben auch unsere Stärke ausmacht. Und ich spüre, dahin geht der Weg, diese Verletzlichkeit wieder zu zeigen. Dort können wir unsere wahren Grenzen erkennen und für sie einstehen. Wir brauchen keine Verhüllungen mehr – Corona mit der kollektiven Verhüllung durch Masken bringt auch dies an die Oberfläche.Keine Rüstungen mehr und keine geballten Fäuste unter der Verhüllung.Es ist unser blosses Sein und Wirken als Frau. Das ist unsere Natur.

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Frieden

März 24th, 2021

Müssen wir alle friedlich miteinander sein im Sinne von Friede, Freude und Eierkuchen? Die Harmonie um jeden Preis wahren? Still sein?
In unserem Kraft-Kreis stellen wir unsere aktuellen Lebensfragen und übergeben sie dem heilsamen Feld. Obwohl jede und jeder seine persönlichen Fragen hineinbringt, zeigt sich stets eine gemeinsame Konklusion. Eine Art Kollektiv, dem unsere Fragen zugrunde liegen.
Friede zwischen Männern und Frauen? Oder sind wir immer noch im ewigen Opfer-Täter-Dasein gefangen? Es zeigt sich die Vielschichtigkeit unserer Herausforderungen in unserem aktuellen Leben, das uns herausfordert, neu zu denken und zu handeln. Wo geht es hin? In die Sanftheit oder in den Kampf? Wie gelangen wir wieder in unsere wahre Kraft?

Was sich gezeigt hat aus dem aktuellen Feld war ein mächtiger Sturm, der uns aufgefordert hat, die alten Mechanismen von Kampf, Opfer, Täter, Ohnmacht hinter uns zu lassen. Dahinter wirken unsichtbar alte Ängste, die uns kontrollieren. In vielen Facetten.Die Angst vor dem Kontrollverlust, der uns daran hindert, diejenigen zu sein, die wir wahrhaftig sind. Es ist die Angst, die aus uns spricht:Wir spüren die Kräfte, die tief in uns schlummern. Wir ahnen, dass sie immens sein können und meinen, wenn wir sie zulassen, dass sie zu chaotisch ausbrechen und alles zerstören. Es kann auch die Angst sein, die Kontrolle zu verlieren und verletzbar zu werden, wenn wir meinen, Haltung wahren zu müssen. Oder wir verlieren unsere Kraft, wenn wir es anderen allzu oft recht machen wollen.Die Trommeln ergreifen uns und führen uns in die haltlose Kraft, jeden auf seine Weise. Es ist ein Zerstückelungsprozess wie es die Schamanen kennen, wenn sie ihre Angst überwinden. Alles bricht weg, was sich in Angst an uns festgeklebt hat. Wir übergeben es dem Universum, der Grossen Ordnung, die weiss, was wahrhaft zu uns gehört und was nicht.So fügt sich das wieder neu zusammen, was zu uns gehört.Ein gewaltiger Sturm fegt über uns und bricht hinein in unseren Kreis. Er ist die elementare Kraft, die uns zur Transformation verhilft. Ich sehe glühende Feuer der Transformation. Aus den Tiefen der Erde ertönen kraftvolle Stimmen, die an die Oberfläche dringen. Die Trommeln schwillen an zu einem mächtigen Wirbelsturm. Allmählich wird es still. Danach zeigt sich ein kleiner stiller See, um den wir alle sitzen und darin spiegelt sich der klare Nachthimmel.
Alles kommt zu Klarheit und Ruhe. Im Auge des Orkans ist es ruhig.Die Trommeln kommen in einen völligen Gleichklang, sanft aber klar. Er lässt uns aufstehen und nun in Bewegung zu kommen. Im Gleichschritt gehen wir voran. Vorne weht eine pinkfarbene Friedensfahne, die nun aufrecht flattert. Wir setzen uns in Bewegung und nehmen alle dieselbe Richtung ein. Gemeinsam gehen wir für den Frieden. Und es werden immer mehr, die mitgehen. Wir sind Körper an Körper und werden zusammen wie EIN Körper. Ein Friedenskörper. Männer und Frauen schreiten hier gemeinsam.

Es ist die umfassende Erfahrung, dass Friede nicht einfach nett sein bedeutet, sondern, dass jede und jeder aus seiner Tiefe heraus, aus seinem inneren Feuer, das tief in ihm brennt sich ausdrücken kann. Mal heftig und mal sanft. Wir zeigen uns in unserer Verletzbarkeit wie in unserer Wildheit. Alles ist richtig. Wenn uns dies gelingt, aus uns heraus zu handeln, fallen Anschuldigungen weg und wir können das Anderssein unserer Mitmenschen besser annehmen. Wir sind in unserer Verantwortung für uns selber und wir erkennen unsere Ängste wie unsere Kraft. Das ist Bewusstsein und ein Schritt zur Friedensarbeit.

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Ausstieg aus dem Kampfmodus

März 16th, 2021

Nun spüren wir, dass es ans Eingemachte geht. Die Medien berichten über die grossen Verluste von grossen Giganten wie die Fluggesellschaften, von den Bundesbahnen und so weiter. Die Wirtschaft wird herunter gefahren. Und die existenziellen Ängste steigen.
Das alte Paradigma vom wirtschaftlichen Aufstieg, vom Wohlstand, der zu unserem Standard geworden ist, löst sich nun langsam auf.
Ich berichte immer wieder vom Neuland, in welches wir im Vertrauen betreten können. Vor allem das Vertrauen in uns selber und in unsere Ressourcen. Die unsichtbaren spirituellen Kräfte sind hierin immer wieder meine Quellen der Kraft. Doch wenn wir die alten Anker, die uns festgehalten haben, lichten, fordert das Leben uns dazu heraus, es wahrhaftig zu vollziehen.
Wir kommen nicht darum herum, diese alten Strukturen zu sehen und zu spüren. Es betrifft auch das Paradigma vom Kampf. Sich ständig durchkämpfen zu müssen. «Erfolg gelingt nur, indem wir kämpfen müssen.» « Es muss anstrengend sein. « «Alles hat seinen Preis. «Doch wo liegt unser wahrer Wert?
Ist es möglich, dass wir mit unseren wahren Potenzial uns nähren, ja sogar uns ernähren können? Sind wir am richtigen Ort, wo wir uns einsetzen? Oder stimmt unsere innere Ausrichtung nicht? Vielleicht liegt unsere Krone etwas schief. Setzen wir sie auf und richten uns auf.Diese Kräfte sind zur Zeit im kollektiven Feld und fordern uns heraus. Sie sind verbunden mit sehr alten tiefsitzenden Geschichten unserer AhnInnen.
Als Frau bin ich vor allem verbunden mit den beschneidenden Geschichten der Frauen.Hierin begegnen mir Frauen, die ausgestossen wurden, weil sie anders waren als die Moral der Gesellschaft. Oft waren es Frauen, die mit der Natur verbunden waren. Sie kannten die Kräuter und deren Wirkung. Es waren Frauen, die ihr Licht zeigten. Für die Gemeinschaft waren sie jedoch hiermit eine Bedrohung. Starke Frauen wurden gefürchtet. So stiess man sie aus der Gemeinschaft aus. Sie wanderten einsam in den Wäldern herum und lebten von der Hand in den Mund. Das Leben war ein Überlebenskampf.
Dieser Überlebenskampf wirkt immer noch unsichtbar in uns. Frauen müssen sich immer noch mehr einsetzen, um gesehen und anerkannt zu werden. Und oft verdienen sie damit noch weniger Geld als die Männer, welche die gleiche Arbeit tun.Diese Geschichten finden in meine Praxis, wo ich Menschen darin begleite, ihre aktuellen Ängste und Verletzungen zu klären. Es ist an der Zeit, diese Wirkkräfte zu verabschieden, wenn wir mit leichterem Gepäck voran kommen wollen. Die kosmischen Tore hierfür sind geöffnet. Wir dürfen loslassen.
Hierin kann ich dich mit meiner schamanischen Arbeit unterstützen. Das Paradigma von 3 G geht auf 5 G. Hiermit meine ich das 3 Dimensionale, in welchem wir im Alltag eingebunden sind, um die 5. Dimension einzubeziehen. Denn jenseits von Zeit und Raum liegen die Quellen der Kraft.
So bildet Corona für uns eine Chance zu unserer Krone. Bild: die Heilige Corona – Hüterin der Seuchen

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Die Walfischfrau

März 10th, 2021

„Die Tiefe meiner Seele ist ein wortloser Gesang“
Khalil Gibran


Aus der Stille heraus lasse ich meinen Traumkörper sprechen. Ich folge den feinsten Impulsen und lasse sie sich langsam entfalten, wie ein Same der zu keimen beginnt.
Wie in einem Buto-Tanz folge ich diesen Bewegungen, die mich aus meiner stillen Tiefe erreichen und sich an die Oberfläche wölben.
Ich tanze in einem Ozean unendlich weit und folge den Strömen der Meere. Dann dringen Laute aus mir heraus, die anschwellen zu einem Gesang der Wale. Ich horche in den Ozean und spüre, mein Walfischruf wird gehört. Irgendwo. Doch ich spüre eine Resonanz darin.
Ich höre im Unsichtbaren ihre Rufe und fühle mich mit ihnen sehr verbunden.

Ich bin Walfischfrau und bewege mich durch die Ozeane der Welt. Ich kenne alle Strömungen und Ströme. Ich weiss nicht-wissend wo die nächste Reise hingeht.
So wie es die Wale schon immer wussten. Die Walfischfrau haftet nicht am Bestehenden.
Sie weiss, schon immer zog sie einst mit ihren Ahninnen weiter.
Ich folge intuitiv dem Strom, der mich zu meiner Nahrung führt. Da gibt es immer etwas zu essen. Ich muss nicht suchen, ich muss nur folgen.
Ich fühle mich verbunden mit der Weisheit dieser archaischen Tiere.

Und so bewege ich mich als Walfischfrau durch die unsichtbaren Meere und folge dem unsichtbaren Strom, der mich weiter trägt. Da gibt es immer Nahrung, ob nun Seelische oder Materielle.

Auch dies ist Neuland, aber so alt wie die Spuren der Wale.

Foto von Verena Wild/Instagram

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Schosskraft der Frauen

März 2nd, 2021

Gestern Nacht am Fluss mit einem FrauenfeuerDie fast volle Mondin hat uns den Weg beleuchtet. Die Bäume schimmerten silbern und majestätisch, jeder in seiner Gestalt. Der Fluss murmelte sanft. Da und dort Entengeflüster.Wir entfachten ein Feuer. Stille Gespräche ins Dunkel hinein, die die Natur aufnahm.Die letzten Tage erfüllten mich mit einer eigenartigen Leere, eine Art neutrale Gefühle zu allem. Vieles wollte zur Ruhe kommen in mir. Über das letzte vergangene Jahr habe ich mich intensiv mit den Schatten dieses kollektiven Prozesses beschäftigt. Die Ängste in mir, aber auch der Menschen um mich herum. Sie führten mich selbst zu den grossen Mächtigen der Welt, die die Welt dominieren. Auch hierin erkannte ich die Angst: die Angst davor, die Macht zu verlieren. Wir befinden uns wahrlich in einem grossen Umwälzungsprozess.Vieles ist aufgebrochen und bricht noch immer auf. Ich sehe es als ein gewaltiges Herunterbrechen unserer alten gestrickten Muster um Sicherheit, das Ringen um Liebe und Anerkennung. Wie ein alter Leim, der uns zusammenzuhalten scheint. Doch auch dieser löste sich aus mir heraus. Nicht ganz freiwillig. Doch wenn der Körper mir Signale setzt, dann gebe ich mich dem Prozess hin. Im Tiefsten hat es mich in meiner Heimatlosigkeit berührt.Aus uralten Geschichten der Flucht, dem Verlust des Bodens, der Rechtlosigkeit, der Schutzlosigkeit.Aber auch im Wissen, dass ich hiermit nicht alleine bin. Scheinbar unsichtbar wirken diese Schichten in unserer Menschheitsgeschichte.Aus all diesen Schichten, die ich in mir durchleuchtet und durchforscht habe ist ein Buch entstanden, das bald einmal in die Welt hinaus will. Die archetypischen Wirkkräfte haben mich berührt und erfüllt mit den unendlichen Quellen der Kraft, mich dem Neuen, das sich langsam abzeichnet hinzugeben. Ohne Angst. Und so bin ich in die Wege des Vertrauens gewandert.Nun kehrt diese Stille in mir ein. Die Gedanken sind leer. Das Herz ist erfüllt und weitet sich aus. Die Trommeln spielten einen sanften Tanz am Feuer gestern Nacht.Und aus dieser Stille heraus erwachte mein Körper neu. Ein Erwachen drang aus den Tiefen meines Schosses und entfaltete sich wie eine Blume. Ich spürte wie meine Ahninnen in mir sind und wirken in ihrer ganzen Kraft, die sie weiter getragen hatten bis zu mir. Ich hörte die Stimme meiner Grossmutter in mir:» wir Frauen haben schon immer die Kraft weitergetragen. Selbst in den schwierigsten Zeiten.» Meine Grossmutter zog einst vor hundert Jahren nach dem ersten Weltkrieg hinaus aus Ungarn in die Schweiz. Allein als Frau verliess sie ihre Heimat und ihre Wurzeln.Aus dem Hunger heraus in ein neues Leben getrieben.Hinter ihr erahne ich alle anderen Ahninnen in meiner Frauenlinie. Sie geht zurück zum Ursprung, bis hin zu Lilith. Die ungezähmte, ungebrochene wilde Frau. Die Urahnin aller Frauen. Darin sehe ich Frauen in ihrem Licht leuchten, andere die untendurch mussten.Sie alle auch in mir. Ja, nun ist die Zeit, wo Lilith wieder in meine Mitte kommt. Und nicht nur in mir, auch im Kollektiv aller Frauen. Ich beginne mit der Trommel zu tanzen. Ein sanftes Hin-und Herwiegen in meinem Becken. Diese sanfte aber tiefe Bewegung erscheint mir wie ein Ruf auch an uns Frauen auf der ganzen Welt. Es kommt Bewegung in das gesamte Kollektiv der Frauen.Ich fühle mich in dieser Bewegung verbunden mit den Frauen der Welt, so als wären wir EIN Körper und EINE Seele.Wir Frauen erheben uns aus den alten beschneidenden Schichten der Geschichte. Und sind aufrecht und leuchten in unserem Licht. Es ist eine langsame aber stetige Aufrichtung.Dazu braucht es keine lauten Rufe und keine kämpferischen Worte mehr. Es wirkt in uns Frauen und sucht sich seinen Weg still und kraftvoll. Oft meinen wir, wir werden nicht gesehen, wir werden nicht gehört. Doch wenn wir ganz bei uns sind und zu leuchten beginnen, kann man es spüren. Wer es spüren will.Und dann ergiesst sich die Schosskraft der Frauen der Welt in einen riesigen kosmischen Kessel und schimmert golden. Der Kessel der weiblichen Weisheit.Vieles ist bereit aus den kosmischen Spinnfäden der Spinnenfrau und webt sich in unser Leben hinein. Wir müssen nur mit unserer Hingabe und unserem Vertrauen darauf die Fäden aufgreifen und halten. Auf diese Weise webt sich das neue Muster zu uns, das sich langsam abzeichnet, derweil die alten Brocken der einst errichteten Mauern zu Boden fallen.Das Feuer am Fluss will neu entfacht werden aus der vollen Glut. Das Holz ist etwas feucht geworden vom Nachttau. Es bedarf meiner Aufmerksamkeit und blase in die kleinen Feuerfunken und in die Glut, die in der Mitte glüht. So erscheint es auch für mich und die Frauen. Wir müssen unser Feuer nähren, es bedingt unserer Aufmerksamkeit.

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