{"id":38,"date":"2011-02-27T12:41:44","date_gmt":"2011-02-27T12:41:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lamuna.ch\/blog\/?p=38"},"modified":"2011-03-04T15:24:16","modified_gmt":"2011-03-04T15:24:16","slug":"lappland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lamuna.ch\/blog\/?p=38","title":{"rendered":"Lappland"},"content":{"rendered":"<p>zum dritten Mal habe ich die Weite und die Naturkraft von Lappland erlebt, gef\u00fchrt von meinen Huskyhunden und von Jens, dem Unerschrockenen. Er flickt sogar innerhalb k\u00fcrzester Zeit einen Hundeschlitten, der in einen Baum gerast ist. Mit einer S\u00e4ge zers\u00e4gt er kurzer Hand eine kleine Birke und bindet sie am zerbrochenen Schlitten fest.<\/p>\n<p>Es ist das\u00a0 Zusammenspiel der Kr\u00e4fte, das mich ganz bei mir f\u00fchlen l\u00e4sst: einerseits die K\u00e4lte, die mich ganz kompakt werden l\u00e4sst, dann die Weite der Landschaft und der Zug der Hunde, die mich vorw\u00e4rts bringen, stetig in diese weisse Weite hinein. Kein Haus ist zu sichten.<\/p>\n<p>Sobald die Gruppe Signale setzt, dass die Fahrt auf dem Schlitten nun bald beginnt, werden die Hunde unruhig und durchbrechen augenblicklich die Stille und heulen los, den Sirenen gleich. Bis alle Hunde angeschirrt sind, wird von uns Menschen physische wie mentale Konzentration gefordert: Hunde holen und sie anschirren am Schlitten, die Hunde beruhigen, Leine einziehen, Anker los und Bremse los.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-42\" title=\"der Zug nach vorne\" src=\"https:\/\/www.lamuna.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/09022011060-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Dann ist es augenblicklich still, nur das Surren des Schlittens durch den Schnee ist zu h\u00f6ren. Hier bin ich nun ganz bei mir, konzentrierte und dennoch geweitete Kraft. Ich atme die eisige K\u00e4lte in mich ein. Sie weitet nun auch meinen Atem bis in die Tiefen meines physischen Seins.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-39\" title=\"11022011065\" src=\"https:\/\/www.lamuna.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/11022011065-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/p>\n<p>Am Abend dann nach einer 5 st\u00fcndigen Tour, wenn die Hunde versorgt sind und sie sich im Schnee einrollen, ist Zeit f\u00fcr uns ins Lavu zu kriechen, das samische Zelt. Das Feuer in der Mitte w\u00e4rmt uns schnell. Es gibt deftige Hamburger zum Z&#8217;Vieri und alle essen mit Heisshunger.<\/p>\n<p>Langsam sinken alle auf die Rentierfelle und mummen sich in die Schlafs\u00e4cke ein. Muntere, heitere und tiefe Gespr\u00e4che \u00fcber das Leben erf\u00fcllen den Raum und die sternenklare Nacht im Norden. Alles wird hier einfach und klar. Auch das Denken wird weit und klar wie die Landschaft. Ebenso wird mir klar, dass hier besonders heitere Geister am Wirken sind. Sind es Trolle oder Tomtes? Egal, manchmal wackeln die Zeltw\u00e4nde, so als w\u00e4re das Zelt unser gemeinsamer K\u00f6rper und lebt.<\/p>\n<p>Wie bringt man einen solche Erfahrung zur\u00fcck in den Alltag? Wie kann ich Lappland jederzeit in mir tragen?<\/p>\n<p>Wenn ich den Spalt \u00f6ffne und Zeit und Raum hinter mir lasse, dann kann die Lapplandkraft sich in jede meiner Zellen schwingen. Sie weitet die Zwischenr\u00e4ume in den Zellen, als w\u00e4ren sie durchdrungen von Weite und Kraft. Mein ganzer K\u00f6rper virbriert und ist belebt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>zum dritten Mal habe ich die Weite und die Naturkraft von Lappland erlebt, gef\u00fchrt von meinen Huskyhunden und von Jens, dem Unerschrockenen. Er flickt sogar innerhalb k\u00fcrzester Zeit einen Hundeschlitten, der in einen Baum gerast ist. 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