{"id":1143,"date":"2022-01-17T10:30:53","date_gmt":"2022-01-17T10:30:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lamuna.ch\/blog\/?p=1143"},"modified":"2022-01-17T10:30:53","modified_gmt":"2022-01-17T10:30:53","slug":"traum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lamuna.ch\/blog\/?p=1143","title":{"rendered":"Traum"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-rounded\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.lamuna.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Heyoka_Traum-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1144\" srcset=\"https:\/\/www.lamuna.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Heyoka_Traum-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.lamuna.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Heyoka_Traum-464x464.jpg 464w, https:\/\/www.lamuna.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Heyoka_Traum-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.lamuna.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Heyoka_Traum-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.lamuna.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Heyoka_Traum.jpg 1181w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Es ist ein Traum, und dennoch keiner.<br>Tr\u00e4ume sind tiefer liegende Wirklichkeitswelten, die uns von Zeit zu Zeit besuchen und uns daran erinnern, dass auch sie ein Teil unserer Wirklichkeit sind. Oder noch mehr.Schamanen sagen, dass ein grosser Traum uns innewohnt, der mehr ist als unser Alltagstraum. <br>Diesen Traum pirschen wir an in unserem Traumkreis. Immer wieder reisen wir an diese Schwelle zwischen Alltagstraum und Nachttraum mit der Absicht, dass diese beiden sonst eher getrennten Welten miteinander zu verschmelzen beginnen.<\/p>\n\n\n\n<p> Mich erfasst n\u00e4rrische Weisheit. Heyoka ruft und will gelebt werden.Da wo alles f\u00fcr unser Verst\u00e4ndnis verdreht erscheint, macht der Heyoka eine neue Ordnung.Mit Trompeten und Fanfaren ziehe ich mit meiner Gruppe an einen w\u00fcsten\u00e4hnlichen Ort, abseits der Zivilisation. Inmitten dieser Ein\u00f6de steht eine Burg, die vollkommen umwachsen ist von Efeu. Nur wer ein Narr im Herzen ist, erh\u00e4lt Einlass in diese Burg. Das ist der Schl\u00fcssel zum Eintritt. Wie von selbst \u00f6ffnet sich das schwere Tor.<br>Darin herrscht ein Gewimmel an n\u00e4rrischen Wesen, die da jonglieren, Salti drehen, springen, lachen. Da ist auch ein Magier. Er \u00f6ffnet seine Faust und aus seinen Fingern flackert Feuer. Staunend wie ein Kind frage ich ihn, wie er das vollbringt.<br>\u00abEs gelingt, wenn du an deine Magie glaubst\u00bb sagt er.<br>Ich weiss nicht, welches meine Magie ist, doch ich ahne, dass ich sie in mir trage.<br>Dann geht mein Blick zu einem Akrobaten, der unm\u00f6gliche Verdrehungen und Verrenkungen vollzieht. Ich frage ihn, wie er das schafft.<br>\u00abIch glaube nicht an die Grenzen der Anderen\u00bb.<br>Oha. <br>Dann gehe ich zu einer vollbusigen Operndiva. Sie tr\u00e4llert in den h\u00f6chsten T\u00f6nen, um mit ihrer Stimme m\u00e4andrierend in die Tiefen ihrer Seele zu stossen. Auch sie frage ich, wie sie das Wunderbare vollbringt.<br>\u00ab Ich kenne jeden noch so kleinen Raum in meinem K\u00f6rper und lasse ihn vibrieren\u00bb.<br>Das ist Kunst.<br>Dann ziehen wir eine Treppe hinauf zu einem Turmzimmer. Von da aus schauen wir aus dem Fenster auf die Welt hinunter. Ich kann alles sehen von hier aus. <br>Alles was die Erde bev\u00f6lkert. Schlachten mit Soldaten, die sich bek\u00e4mpfen und sich niedermetzeln.Die grauenvollsten Taten kann ich sehen, doch erstaunlicherweise entbehren sie jeglicher Bewertung. In mir ist alles gleich. Auch das Sch\u00f6ne. Mein Blick schweift selbst zu unseren politischen Oberh\u00e4uptern. Auch sie sind neutral in meinem Herzen. Nackt erscheinen sie. <br>Und ich h\u00f6re mich sagen: \u00abDer Kaiser tr\u00e4gt ja gar keine Kleider.\u00bb<br>Eine v\u00f6llig neue Sichtweise erfasst mich, die allen Menschen gleich begegnen kann.<br>Den Sch\u00f6nen und den Grauenvollen. Sie erm\u00f6glichen mir, leicht zu werden. So als k\u00f6nnte ich \u00fcber all dies hinwegtanzen und mich frei bewegen. Ich kann mit diesem unschuldigen und n\u00e4rrischen Blick \u00fcberall hingehen. Die einst gesetzten Grenzen heben sich hier auf.Die N\u00e4rrin sagt alles, was sie sieht, ohne ihm eine Wertung zu schenken. Das macht sie frei.<br><\/p>\n\n\n\n<p>All das, was mich zuvor angesichts der Begrenzungen und Beschneidungen in grosse Befangenheit gebracht hat, l\u00f6st sich hier an diesem Ort auf.Alte Vorstellungen erscheinen in einem neuen Licht. So entschwinden in meinem Traum die alten Geschichten von Kriegen und Missetaten. Alles ist miteinander verwoben. So ist es letztlich einzig meine innere Sichtweise, die etwas ver\u00e4ndern kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Solche Erfahrungen bleiben nicht zur\u00fcck; sie kommen mit mir in die Alltagswirklichkeit und schwingen wie ein unsichtbarer Zauberstab ins Leben hinein. Hier finde ich die Magie.In dieser Magie gibt es keine Spaltung mehr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist ein Traum, und dennoch keiner.Tr\u00e4ume sind tiefer liegende Wirklichkeitswelten, die uns von Zeit zu Zeit besuchen und uns daran erinnern, dass auch sie ein Teil unserer Wirklichkeit sind. Oder noch mehr.Schamanen sagen, dass ein grosser Traum uns innewohnt, der mehr ist als unser Alltagstraum. Diesen Traum pirschen wir an in unserem Traumkreis. 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